Neun Thesen, die meine künstlerische Vision definieren. Neun Schnitte in die Wahrheit.
Ich folge keiner Vorlage. Ich folge dem Flüstern des Holzes und dem Echo meiner eigenen Geschichte. Meine Arbeit ist nicht Auftragswerk – sie ist Berufung.
Meine Werke sind Monumente. Sie fordern Raum und Respekt. Sie sind geschaffen, um zu bleiben, nicht um zu gefallen. Sie sind Kraft, nicht Komfort.
Die Spuren der Säge sind meine Handschrift. Die Risse im Holz sind seine Narben. Die Maserung ist die Autobiografie eines Lebens. Zusammen erzählen wir die Wahrheit.
Ich mache die Lebendigkeit, die bereits da ist, für die Ewigkeit sichtbar. Jedes Werk ist ein eingefrorener Moment der Befreiung. Die Bewegung ist erstarrt, aber nicht tot.
Ich strebe nicht nach Perfektion. Ich strebe nach Authentizität. Die Rauheit, die Unvollkommenheit, die Spuren des Lebens – das ist die Schönheit. Das ist die Kunst.
Ich treffe keine unbewussten Entscheidungen. Jeder Schnitt ist eine Aussage. Jeder Schnitt ist eine Frage, die ich dem Holz stelle. Jeder Schnitt ist eine Antwort, die das Holz mir gibt.
Ich bin nicht hier, um sicher zu sein. Ich bin hier, um wahr zu sein. Ich bin hier, um die Grenzen zu überschreiten. Ich bin hier, um zu befreien – mich selbst und andere.
Ich erschaffe nicht für mich. Ich erschaffe für die nächste Generation. Jedes Monument ist ein Beweis dafür, dass es möglich ist, anders zu sein. Dass es möglich ist, den eigenen Weg zu gehen.
Der Wald hat mich gefunden. Der Wald hat mich befreit. Jetzt bin ich seine Stimme. Ich spreche für die 200-jährigen Stämme, die fallen. Ich spreche für die Nachhaltigkeit, die verloren geht. Ich spreche für die Hoffnung, die bleiben muss.
"Ich bin nicht hier, um Kunstwerke zu schaffen. Ich bin hier, um sie zu befreien. Und in dem Moment, in dem ich sie befreie, befreie ich auch mich selbst."
– Andi Aßmann