Meine künstlerische Reise
Mein Weg zur Kunst war kein gerader. Er begann im Wald, zurück zur Natur. Er führte durch persönliche Brüche und mündete in einer Mission: Kunst als Werkzeug der Selbstwirksamkeit und mentalen Stärkung für Menschen, die sich, wie ich, als störend fühlten.

"Die Motorsäge ist meine Feder. Ich zwinge die Unruhe in den Stamm, bis die Schönheit zum Vorschein kommt."
Andy Assmann
Meine Kindheit war geprägt von einem starren Schulsystem, das mich in Schablonen presste. Als 'unruhig' und 'unkonzentriert' abgestempelt, fühlte ich mich unverstanden und fehl am Platz. Diese Erfahrung wurde zu einer tiefen Narbe und zum zentralen Antrieb meiner heutigen Arbeit. Ich schaffe, was ich damals vermisste: Räume für Nonkonformität, für das Unperfekte, für die ungezähmte Kraft.
Beginn der eigenständigen Auseinandersetzung mit Holz als plastischem Werkstoff. Im Wald fand ich meine Sprache. Mein mächtigstes bildhauerisches Element ist die Kettensäge.

Abschluss unter den Jahrgangsbesten. Fundierte Materialkenntnis, intensive Arbeit mit gewachsenem Holz, Verständnis für Wuchsformen, Spannungen und natürliche Dynamiken. Ich lernte durch die tägliche Arbeit mit dem Holz es nicht nur zu bearbeiten, sondern es zu lesen. Seinen Widerstand, seine Spannung, seine gewachsene Struktur, seine Seele.
Naturstudien im borealen Wald. Analyse von Witterung, Struktur und Vergänglichkeit als Impuls für eine reduzierte, aus dem Material entwickelte Formensprache.
Jahrgangsspitze in Rheinland-Pfalz. Intensivierte Auseinandersetzung mit Statik, Kernholz, Faserverlauf und natürlicher Spannung im Werkstoff. Grundlage für großformatige Skulpturen.
Studien zu organischer Transformation, Erosion und natürlicher Formbildung als konzeptionelle Basis freier Holzskulpturen.
Beginn der eigenständigen Tätigkeit als freischaffender Holzbildhauer. Der entscheidende Wendepunkt: die Erkenntnis, dass meine Skulpturen mehr sind als Form. Sie sind Träger von Bedeutung.
Vertiefte Kenntnis von Baumphysiologie, Kernstruktur und innerer Dynamik lebender Bäume. Erweiterung des plastischen Verständnisses von Spannung, Wachstum und innerer Form.
Politisch-symbolische Skulptur über Natur, Gesellschaft und den Konflikt zwischen Wildnis und Zivilisation. Ein Statement über die Koexistenz von Natur und Politik.
Ostwind steht als Symbol für Hoffnung, Aufbruch und innere Freiheit. Geschaffen aus einer 180 Jahre alten gefallenen Friedhofseiche. 6 Tonnen, 3,5 Meter hoch. Mein monumentalstes Werk.

Ein Tal wie ein Baum. So viel Halt wie die Wurzel. So viel Kraft wie der Stamm. Und so viel Energie wie die Krone. Gedenkskulptur zum Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe. Symbol für Erinnerung, Verlust und gesellschaftliche Resilienz. Geschaffen aus Flutholz der Ahr.

Freie Skulptur über Verlust, Hoffnung und Transformation. Entstanden als künstlerische Auseinandersetzung mit Trauer nach dem Tod meines Vaters. 3 Meter hoch, aus Hunsrücker Eiche. Seitdem verstehe ich meine Arbeit als Verbindung von Natur, persönlicher Erfahrung und gesellschaftlicher Resonanz.

Konsequente Ausrichtung der beruflichen Tätigkeit auf freie künstlerische Arbeit und öffentliche Projekte. Meine Skulpturen transformieren individuelle Geschichte in kollektive Lesbarkeit.
Mein neuestes und persönlichstes Meisterwerk. Eine künstlerische Auseinandersetzung mit Verletzlichkeit, Mut und individueller Selbstbestimmung. Dieses Werk markiert den Wendepunkt: Vom Handwerker zum Künstler. Vom Nachbilden zum Freilegen.

Heute sehe ich meine Aufgabe darin, meine wichtigste Erkenntnis weiterzugeben: Die Befreiung durch das eigene Schaffen. Das Projekt KERN-KRAFT richtet sich an junge Menschen, die sich im bestehenden System nicht gesehen fühlen. Ziel ist es, durch praktische künstlerische Arbeit die Erfahrung von Selbstwirksamkeit zu ermöglichen. Ich arbeite als Impulsgeber und praktisches Vorbild.
Kontinuierliche künstlerische Praxis. Entwicklung einer eigenständigen Formsprache zwischen Naturbeobachtung, Reduktion und organischer Struktur.
Fundierte Kenntnisse über Baumarten, Wuchsformen, Holzstrukturen und ökologische Zusammenhänge als materielle und inhaltliche Grundlage der künstlerischenArbeit.
Naturstudien im borealen Wald. Analyse von Witterung, Struktur und Vergänglichkeit.
Intensivierte Auseinandersetzung mit Statik, Kernholz, Faserverlauf undnatürlicher Spannung.
Studien zu organischer Transformation, Erosion und natürlicher Formbildung.
Vertiefte Kenntnis von Baumphysiologie, Kernstruktur und innerer Dynamik lebender Bäume.
Weiterentwicklung des Themas 'Stille als Form'. Skizzenarbeit, Materialstudien und konzeptionelle Vorbereitung neuer Werkzyklen.